Extremsportler Jens Fritzsch Jens Fritzsch - deutscher Extremsportler im Marathon Sport & Rallyesport - Extremsport PUR

Legend of Cross 2019 in Thüringen

Das Gebiet um die thüringischen "Drei Gleichen" war Mitte November Austragungsort des "Legend of Cross". Es gab verschiedene Streckenlängen zur Auswahl. Den 10 km "Sprint" auf eine Burg, 17km "Expert" auf zwei Burgen oder 27 km "Berserker" auf alle drei Burgen. Um mich zu entscheiden, musste ich nicht überlegen. Auf der Strecke der Berserker galt es nicht nur 35 Hindernisse zu überwinden, sondern auch 950 positive Höhenmeter zu bewältigen. Die Durchquerung von Wassergräben, das Überspringen einer Feuerstelle sowie Kriech- und Kletterhindernisse gaben diesem Extrem-Crosslauf die richtige Würze, zumal bei kühlen spätherbstlichen Temperaturen. Das Umlaufen einer Sektion hätte natürlich unweigerlich zur Disqualifikation geführt. 52 von 410 Startern schafften die Strecke nicht. Als ich nach 3 Stunden und 38 Minuten das Ziel erreichte, habe ich mich erst einmal mit Knochenbrühe gestärkt und mich anschliessend entschlammt.

Fazit: Trotz aller Widrigkeiten hat dieser Extrem-Crosslauf unheimlich viel Spaß gemacht. Aus meiner Sicht gab es immer "Fairplay" unter den Teilnehmern und bei den gestarteten Teams super Teamwork an den Hindernissen. Als Einzelkämpfer musste ich mich aber allein zum Ziel durchschlagen.


Tuareg Rallye 2019 in Algerien

Bei der Tuareg Rallye, die im März in Algerien ausgetragen wurde, gab es für uns Teilnehmer Dünen satt. Während der 7 Tagesetappen, die oftmals knifflig zu navigieren waren, gab es aber auch schnelle Streckenabschnitte über Stein- und Geröllfelder. Dass meine Yamaha am vorletzten Tag den Dienst quittierte, lag an der vor Ort irreparablen Elektronik. Dies war ein Versuch mehr, mit modernster Technik die Natur zu bezwingen und ist fehlgeschlagen. Auf der Ergebnisliste fand ich mich am Ende dennoch auf Platz 23 in der Kategorie „Expert“ wieder.


Am Anfang stand die Idee

Am Anfang stand die Idee den Übergang in die Vierrad-Rallyeszene einzuleiten. Hoch motiviert ging ich ans Werk. Dass es ein Lada sein musste, dafür gab es einige Gründe. Die Konstruktive Herausforderung in Verbindung mit einfacher, aber durchdachter russischer Mechanik. Im Vergleich zu modernen Rallyefahrzeugen ist Lada fahren noch richtige Handarbeit. Es ist ein „störrischer Bock“.

Doch für den regelkonform umgebauten Rallye Lada gab es nur kurze Zeit Anlass zur Freude. Bald merkte ich dass es administrativ gesehen weitaus schwieriger ist eine nationale „Mini-Rallye ADMV R35“ zu fahren als eine internationale Langstrecken Rallye Weltmeisterschaft mit länderübergreifenden Charakter auf anderen Kontinenten. Ständig ändernde Regularien in Verbindung mit einem hohen Maß an bürokratischen Prozedere gaben für mich das Signal zum nationalen motorsportlichen Ende in Deutschland.

Fazit:
Der Rallye Lada kommt ausschließlich 2016 zum Einsatz, doch im Zweirad Rallyesport geht es in gewohnter Manier international weiter. Auch der Marathon Laufsport bleibt davon unberührt.

Extremsportler Jens Fritzsch

Ich bin Jens Fritzsch. Geboren wurde ich am 2. September 1968. Ein Jahr später, am 2. September 1969, kam meine Schwester Katrin zur Welt. Da ahnten wir noch nicht, dass wir viele Wettkämpfe im Extremsport gemeinsam bestreiten werden. 1975 eingeschult, bekam von meinem Vater Karl das 1. Moped, eine Simson S50. Mit diesem machte ich die Feldwege u. Waldwege rund um Stollberg in Sachsen unsicher. Doch bald reichte die Motorleistung nicht mehr aus, so wurde eine 250ccm Moto Cross Eigenbaumaschine auf MZ-Basis angeschafft. Dieser folgten eine weitere Spezialmaschine von MZ und ich wurde Mitglied im Motorsport Club „Stahl Lugau“ im ADMV. Mein Top-Motorrad zu DDR Zeiten stellte eine 200ccm Gaciva dar, doch kurz darauf, 1986, wechselte ich zur kraftintensivsten Moto Cross Klasse, der Seitenwagenklasse. Im ersten Jahr noch als Beifahrer (was mehr anstrengend ist, als Fahrer zu sein) später als Fahrer im DDR Motorsport. Auch im Rallyesport suchte ich neue Herausforderungen und habe mich den Langstrecken-Rallye’s verschrieben, dem Cross-Country-Weltcup. Da auch diese Extrem-Sport-Art hohe Ausdauerleistungen erfordert, habe ich mich hier wohlgefühlt, wenn gleich das Wort „wohlfühlen“ eigentlich nicht treffend ist für Extremsport bzw. Extremsportler. Ich nenne es gern "Schwerstvergnügen".
Mit einem Gruppe A Rallyeauto sammelte ich ebenfalls hinreichende Erfahrungen auf unterschiedlichsten Terrain. Nur wer den Grenzbereich überschreitet, weiß wie schnell man fahren kann.

Beim Laufen war es ähnlich. Schon in der Schule (1975 bis 1985) gehörte Laufen zu meinen Lieblingsdisziplinen. Sowohl beim 100m Sprint als auch beim längsten Lauf, dem 3000m Lauf, war ich oft Sieger u. habe den Rekord in der Gärtner-Berufsschule in Chemnitz gehalten. Damals spürte ich langsam, dass meine Stärke in der Langstrecke lag und suchte immer größere Herausforderungen im Extrem-sport. Heute ist ein 10km Lauf das kürzeste, was ich wettkampfmäßig bestreite und komme dabei nur im Mittelfeld ins Ziel, da ich doch ca. 7 bis 8km brauche, um überhaupt in einen Laufrhythmus zu geraten, der dann allerdings kaum noch aufzuhalten ist. Unabhängig von mir machte meine kleine Schwester die gleichen Erfahrungen, also mußte die Sache mit der Langstrecke in den Genen liegen. Mein 1. Marathon war dann der Berlin-Marathon, den ich gleich in 3:16:46 gelaufen bin. Ein Marathon reichte bald nicht mehr, um meine Grenzen auszutesten. Da hörte ich von Extremsport und den Ultra-Marathon-Läufen. Also machte ich den „Marathon des Sables“ und hatte endlich meine Disziplin im Laufsport gefunden - die richtige Langstrecke für Extremsportler.

Von nun an folgten Extremsport Wettkämpfe wie „Desert Cup“ in Jordanien, „Himalayan Stage Race“, „100Miles of Namib Desert“ im Lauf-Sport sowie die Rallye „Paris-Dakar“, „Master Rallye“, „UAE Desert Challenge“ im Motorrad Rallyesport uvm.

Neben Beruf und Sport wird sich auch noch weitergebildet, so wurde ein umfangreiches Buchhalterseminar belegt. Desweiteren bin ich zertifizierter Reiseleiter und habe an einer halbjährigen Trainingsleiterschulung teilgenommen.
46 Länder wurden im Laufe der Zeit bereist, auch mit unterschiedlichen Betätigungsfeldern, wie Iglubau, Fernfahrer und Freileitungsmastenstreicher. Seit 5 Jahren bin ich nun Eventmanager im Bereich Motorsport, Off-Road Instruktor und habe viel Erfahrung im Outdoor-Catering. Dies ist ein interessantes, abwechslungsreiches Aufgabenfeld für mich, da es meine gesamten Qualifikationen fordert.

Auf den nächsten Seiten werden einige meiner Läufe & Rallyes näher beschrieben, ein Blick lohnt sich !!!

Suzuki DR 750 Big - Black Edition

18 Jahre nach der 1. Teilnahme an der Rallye "Paris-Dakar" habe ich noch einmal eine Suzuki DR 750 Big umgebaut. Im Bild die damals abgebrannte Rallyeversion ( Presseberichte ) mit 50 Liter Tank, sowie die neu umgebaute Variante mit mehr Leistung. Der daraus resultierende Geräuschpegel ist allerdings "Geschmackssache" ;o)

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